an Gedenken an Gary Moore

Gestern erreichte mich die Meldung Gary Moore sei überraschend mit nur 58 Jahren verstorben. Wie traurig, ich habe leider die Gelegenheit verpasst, ihn einmal live zu erleben. Gary Moore, war in meinen Teeniejahren der Grund, warum ich E-Gitarre lernen wollte. Stundenlang hab ich seine Soli’s Note für Note nach zu spielen versucht. Obwohl ich seine Karriere nicht mehr aktiv verfolgte, möchte ich hier noch ein paar Hörtipps platzieren:

 

Gary Moore war ein absoluter „Melody-Player“, nie stand sein technisches Können im Vordergrund. Er verstand es, eine Melodie zu spielen, zu warten, diese zu wiederholen und auch über mehrere Takte mit wenigen Tönen Spannung aufzubauen. Fast vergessen bleibt dabei die Tatsache, dass er ein Sänger mit unverkennbarer Stimme war und ein fantastischer Songwriter. Er war auch immer wieder offen für neue Stile, so hat er in den 90ern sogar ein Drum n’ Bass Album aufgenommen, von seiner Gitarre war da fast nichts mehr zu hören :o)

 

In einer Fachzeitschrift habe ich mal folgendes gelesen, was mich nachhaltig geprägt hat. Jemand hat die Stile von Steve Vai und Gary Moore verglichen – ein ungewöhnliches Unterfangen. Nun, der Schreiber war der Annahme, dass er Gary Moore rasch Note-für-Note nachspielen könne und bei Steve Vai sich die Zähne ausbeissen würde. Das Gegenteil war der Fall: Während er ein Solo von Vai rasch draufhatte, dauerte es Wochen, bis er das Feeling von Mr. Moore nur ansatzweise drauf hatte … sagt viel über den Gitarristen Gary Moore aus.

 

Meine Hörtipps:

 

  • Blues for Narada
  • Like Angels
  • Seperate Ways

 

Kann man ja heutzutage easy über i-tunes anhören :o)

 

das Album „After Hours“ – mit Bläsersätzen, tolles Songwriting, excellente E-Gitarrenarbeit