Lynne Arriale – der amerikanische No. 1 Pianistin :o)

Zum ersten Mal gehört von Lynne Arriale habe ich vor mehreren Jahren. In einem kleinen feinen CD-Laden, wo der Besitzer noch jede CD kannte, die er verkaufte. Er erzählte mir von dieser amerikanischen Pianistin in den höchsten Tönen.

 

Etwas später war ich gespannt auf das Konzert in der Widder Bar in Zürich, sie gastierte für 1 Konzert mit Ihrem Trio da. Was ich da hörte, war einfach umwerfend. In jeder Hinsicht einfach perfekt und doch immer mit viel Herz, Groove und Gefühl. Sie spielte etwa so sprühend wie Monty Alexander, techn. komplex wie Herbie Hancock und mit einer Hingabe wie Keith Jarrett. Das Trio war richtig eine Einheit und der kompakte Sound begeisterte nicht nur mich.

 

Seitdem gehe ich jedes Konzert von ihr besuchen, wenn Sie im deutschsprachigen Raum spielt. Und jedes Mal bin ich von Neuem immer wieder überrascht. Sie ist eine der wenigen Künstlern, die während eines Abends keine Licks und vorgefertigten Sachen spielt sondern jede einzelne Phrase immer wieder neu erfindet. Ihr Ideenreichtum bez. des Repertoires kennt auch keine Grenzen, mal überrascht Sie mit einem völlig abgefahrenen Monk, dann spielt sie ein „Lean on me“ oder eine ihrer wunderschönen selber komponierten Balladen. Auch in Uptempo Sachen schöpft sie aus einem unglaublichen Fundus an Ideen, immer messerscharf im Time und unglaublich präzise wie jede Note daher kommt.

 

Ihre letzte CD war eine Zusammenarbeit mit dem berühmten Trompeter Randy Brecker sowie dem Bassisten George Mraz. Während ihrer Improvisationen hat man das Gefühl, das Klavier atmen zu hören. :o)

 

Also: wenn Lynne Arriale nächstes Mal in der Schweiz gastiert unbedingt das Konzert besuchen!

 

www.lynnearriale.com